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FreshMangaFlesh

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Freitag, 26. Dezember 2014, 16:31

Sorcery Saga: The Curse of the Great Curry God




Ich mag keine Roguelike/light (was auch immer) Spiele. Sie sind frustrierend und das war es auch. Ich kann es nicht leiden, do not like. Was ich nicht gewusst hab, denn das erste Rogueding, welches ich gespielt hab, ist Guided Fate Paradox. Da dieses Game meine einzige Vergleichsquelle in sachen Roguezeug ist, wird ich nicht davor halt machen diese zwei Spiele zu vergleichen.
Wenn ich dieses Genre nun nicht mag, wieso habe ich mir dann Curry gekauft? Weil das Cover knuffig ist. Yup. Noch dazu bin ich einer dieser Leute, die sich zu fein dafür sind, Trailer oder Gameplay anzugucken bevor Geld auf den Tisch geschmettert wird. Erst nachdem sich das Spiel bereits in meinen Gemäuern befand, hab ich einen Screenshot gesehen der verdächtig ähnlich wie Guided Fate Awakening aussieht… und siehe da, ich habe gutes Geld für ein Spiel gezahlt von dem ich weiß, dass ich es öde finden werde.
Will sagen: Ich bin mit dem Gedanken, dass ich es hassen werde, an die Sache rangegangen. Jedoch muss ich zugeben, dass ich mehr Spaß hatte als erwartet. Ich würde sogar sagen, dass es eines dieser ‘Underated Gems‘ Spiele ist, die einige Youtube Gaming channels so gerne preisen. Leute die Roguelikes mögen, werden von diesem Game angeekelt sein. Es ist ein ‘Roguelike for dummies‘ .

Story
Die Story ist recht simpel, man beginnt mit der Abschlussprüfung der Akademie. Dort trifft man auf Kuu und natürlich geht dank ihm die Prüfung in die Hose. Noch dazu wird Puppuru von der Akademie suspendiert und hat dadurch nun jede Menge Freizeit. Im Prüfungsturm fand sich nicht nur Kuu, sondern auch ein Curry Rezeptbuch. Mithilfe des Buches will sie dem Laden Smile Curry mehr Kunden einbringen. Dies ist notwendig damit Smile Curry im Geschäft bleiben kann, nachdem eine große Curry Restaurant Kette sich in Dish Town breit macht. Das Buch ist aber in der Antiken Curry Sprache (wat) verfasst und Puppuru ist dieser nicht mächtig, jedoch findet sich ein Mädel in der Stadt, welches das Buch übersetzen kann. Nun machen sich Puppuru und Kuu auf den Weg, die Zutaten für das Legendäre Curry zu suchen. Im Laufe des Abenteuers lernt Puppuru viele neue Freunde & Feinde kennen, sieht wunderschöne Landschaften, kämpft gegen epische Monster und all der gute Shit.

Gameplay & Zeug
Nun, es ist ein Roguelike RPG. Jede Aktion ist eine Runde. Es ist ein Dungeon Crawler, es gibt insgesamt 6 Main Dungeons und jeder Dungeon hat mehr Floors als der vorherige. Selbstverständlich ist Dungeon #6 ein gigantischer Marathon, dazu später mehr. Wenn man stirbt heißt es zurück zum Anfang und man verliert all sein Gold und alle Items im Inventar. Klingt doof? Ist es auch. Keine Panik! Es gibt genug Items & EQ die einem das crawlen erleichtern und wow, wie sie es einem erleichtern…
Wie auch in Guided Fate finden wir hier nur 4 Attribute, dieses mal sind es: ATK DEF MAG INT. ATK und DEF sind selbsterklärend, MAG ist magic damage und INT ist magic defense. Wie auch in Fate gibt es hier ein nutzloses Attribut: MAG.
Es gibt nur 2 Ausrüstungsslots, Waffe & Schild. Dies macht das ganze schon mal recht übersichtlich und simpel. Es gibt 2 Waffenkategorien, Schwert & Stab. Dazu gibt es jede Menge Skills zu finden. Skillbücher bekommt man mit Glück nach Boss kämpfen. Noch dazu gibt es Items die man sehr leicht in Skillbücher wandeln kann! Es ist als ob das Spiel versucht einem die Sache leicht zu machen. Was ich ziemlich gut finde, wenn ich mich schon mit einem Roguedinges quäle, kann es von mir aus leicht sein. Ausrüstung lässt sich sehr leicht verbessern und anders als in Fate, gibt es hier keine Burst Mechanik. Die Items bleiben wie sie sind. Bei Kapitel 3 hatte ich bereits ein Level 99 Schwert & Schild. Das Game ist einfach. Sehr einfach. Vielleicht liegt es einfach an meiner Paranoia, dass ich gleich alles aufgewertet hab. Viele Ausrüstungsteile haben noch bestimmte Seals, beispielsweise hat das Blue Claymore ein seal, welches die Waffenrange um 3 Felder erhöht. Man sollte sich aber keinen Kopf um die Seals machen, es ist so schon einfach genug.
In Curry finden wir keine EN wie in Fate, also eine Energie Anzeige die sich langsam leert und wer weiß was dann passiert. Hier hat es etwas ähnliches: Kuu. Dieser kleiner Drecksack folgt einem auf Schritt und Tritt. Die HP Anzeige des kleinen Unruhestifters ist ebenfalls seine Hunger Anzeige. Fällt diese zu tief, heult er und lockt damit Gegner an. Sollte das Biest einen Trip ins Jenseits machen, kann man den derzeitigen Floor nicht verlassen. Man muss ihm lediglich Müll an den Kopf werfen, dann steht er wieder. Kuu wird mit Items gefüttert, was ihn zu einem glorifizierten Müllcontainer macht.
Dem Tod lässt sich leicht vorbeugen, es gibt ein Item und einen Skill mit deren Hilfe man im selben Floor wiederbelebt wird, sollte man ein vorzeitiges Ende finden. Sollte einem dennoch das Zeitliche segnen gibt es Items die einen zurück in die Stadt bringen mit Gold & Items intakt. Eine ‘Give up‘ Option ist ebenfalls da, jedoch habe ich diese nie benutzt, da John Cena uns bereits lehrte ‘Never give up‘.
Habe ich erwähnt dass es Anfängerfreundlich ist? Selbst der Tod ist nicht so herzlos, bei den ersten 4 Toden verliert man zwar Gold und Items, ausgerüstete Items bleiben aber erhalten.
Was ist mit denen die nach eurem Leben trachten? Es gibt eine Vielzahl an Gegnern, die sich sehr schnell wiederholen und in den späteren Dungeons einfach eine andere Farbe haben. Ich habe nie einen Unterschied in Stärke bemerkt (99 EQ) und es gibt keine Möglichkeit das Level oder die Stats der Gegner zu sehen. Bosse fallen um wie Grashalme im Wind.

Grind, Items & Sonstiges
Es gibt über 700 Items, davon sind 450 EQ und wenn man Platin möchte, muss man jedes einmal gehabt haben. Items spawnen random also viel Glück! Es sind nicht direkt 450 Ausrüstungsteile die man finden muss, all diese Items haben 5 Level. Man upgraded die Dinge in dem man sie benutzt. Was heißt man muss jede Ausrüstungsteil upgraden. Das ist im Grunde das gesamte Postgame. Der finale Dungeon ist diesmal nicht 200 Floors lang und Traumatisierend, er ist 256 Floors lang und gähnend langweilig. Ich hab den Dungeon ganze 3x gemacht, da der Item Grind hier am schnellsten geht. Die einzigen Items die fixed sind, sind Theater Items. Theater Items? Yup, findet man ein solches kann man sich in der Bibliothek ein kleines Stück ansehen. Niedlich :) Diese findet man in den Story Dungeons, im Grunde sollte man alles finden beim Item Grind. Abgesehen von Item 675, das ist die Puppuru Doll, die gibt’s bei Smile Curry zu kaufen, bam, hab ich euch schon mal Zeit gespart. Dies ist der schlimmste Teil des Spiels, es ist einfach brutal langweilig ab dem Punkt. Der Weg dahin ist super klasse, aber danach ist es wie 2 Tage altes Bier, zu schade zum wegschütten, Augen zu und durch.
Neben dem Hauptquest und dem Item Grind, kann man sich auch noch an Sidequests versuchen! Zuerst fand ich es ziemlich cool. Als ich dann gesehen hab, was die Entwickler unter Sidequest verstehen, war ich etwas ernüchtert. Es sind einfach Dinge die man sowieso macht. Clear den Dungeon, erledige den Boss usw. Die einzigen Quests an denen man arbeiten muss sind die „Clear Dungeon 15x“. Was bekommt man dafür? Kleidungsstücke. Diese zählen nicht zu den Items, aber ich hab dennoch fast alle Sidequests erledigt dafür (weshalb ich auch so lang für das Spiel gebraucht hab). Ich finde die Idee mit den Kleidern wechseln einfach irgendwie süß. Blaue Matrosenuniform und weiße Hasen Ohren, so muss es sein!

Technisches
Die Grafik ist im Chibistil, also recht knuffig. Ansonsten gibt es nichts an der Grafik zu bemängeln. Auf technischer Seite jedoch… Curry zu spielen ist wie mit einer Rostbeule zu fahren, man hat ständig Angst dass es explodiert. Es Stockt, es ruckelt, es ist manchmal zum Kreischen schlimm. 1x ist es bei mir eingefroren und zwar mitten beim letzten Item Grind, das war alles andere als schön. Außerdem gibt es unheimliche viele Grafikfehler die aber nur für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen sind. 1x ist mir die Statusbox eingefroren, die ging einfach nicht mehr weg. Sowohl im Ladebildschirm und im HQ war sie zu sehen. Ein Neustart des Spiels hat den Fehler behoben. Das Spiel ist an sich etwas langsam (selbst wenn man die Geschwindigkeit maximiert), dass stocken macht die Sache nicht besser.
Ich glaube der Temp Save Glitch funktioniert auch hier, aber ich hatte dafür keine Verwendung.

Sound/Voices
Der Soundtrack ist ganz hübsch, Boss kämpfe haben ein ziemlich catchy Song(welcher auch der einzige ist, der mir im Kopf geblieben ist). Der Soundtrack ändert sich, je näher man zum Boss kommt. Ist ziemlich motivierend. Es sind nur die Jap Stimmen vorhanden, keine englische Synchro hier. Hier gibt es keine Überraschungen, ist genauso wie man es erwartet. Die Stimme von Puppuru ist besonders knuffig :3

Fazit

Ich glaube der einzige Grund wieso es kaum jemand spielt, ist weil es kaum jemand kennt. Ich weiß nur davon weil Kiwi mal was im Spielerfolg Thread gepostet hat und Amazon es in meine Empfehlungen gepackt hat.
Die ersten 40 Stunden waren sehr gut, alles was danach kommt ist erschlagend öde. Dennoch würde ich das Spiel all jenen empfehlen, die Interesse an dem Genre haben aber nicht wissen wo man am besten starten kann. Es macht sehr viel spaß, es ist stellenweise zum Brüllen komisch und es ist rundherum ein gutes Game.

Sorcery Saga: The Curse of the Great Curry God bekommt das FMF Moe Seal of Approval.
"I'll use all my strength to smash your heads down into your asses!"
-Blanc


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KiwiNezu (26.12.2014)